Veranstaltungen suchen

Groß, größer, Dinosaurier. Aus dem Labor der Gigantismus-Forscher

01. Okt 2019 – 21. Jun 2020
Ort: Museum Alexander Koenig, Regina-Pacis-Weg 3, Bonn, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Kategorie: Sonderausstellung
Die Ausstellung präsentiert die Gigantismus-Forschung: Wie konnten die Dinosaurier ihre einzigartige Größe erreichen? Das ist die Leitfrage der Wissenschaft, um die sich die kommende Schau im Museum Koenig dreht. Sauropoden oder Langhalsdinosaurier erreichten 80 Tonnen Lebendgewicht und wurden bis 40 Meter lang. Aber auch Raubsaurier wie Tyrannosaurus rex waren viel größer als heutige Raubtiere. Sauropoden waren die größten Tiere, die jemals über die Erde liefen und sie waren über die lange Zeitspanne ihrer Existenz von etwa 150-160 Millionen Jahren über die ganze Welt verbreitet. Langhalsdinos zählen also zu den höchst erfolgreichen Lebensformen überhaupt und sie waren nicht etwa eine Fehlentwicklung der Evolution. Veranschaulicht wird das Ausstellungsthema durch das 27 m lange Originalskelett des Sauropoden “Arapahoe”, dem längsten Originalskelett eines Dinosauriers in Europa. Neben diesem Unikat wird auch ein kleines Jungtier, das Sauropodenbaby “Toni” gezeigt. Es ist mit zwei Metern Länge eher ein Riesenbaby. Die Ausstellung geht zurück bis zum Beginn des Gigantismus in der späten Trias-Zeit vor 220 Millionen Jahren, nämlich zum größten bekannten Plateosaurus-Skelett, das etwa acht Meter lang ist. Plateosaurus ist Vorfahre der Sauropoden, der an vielen Stellen in Mitteleuropa gefunden wurde. Tyrannosaurus rex wird in der Bonner Ausstellung repräsentier durch eine Kopie seines furchteinflößenden Schädels sowie durch ein Skelett (Abguss) des Jungtieres “Tinker”. Außerdem gibt es ein Skelett des Räubers Allosaurus und eines Stegosauriers zu sehen, die zusammen mit “Arapahoe” und “Baby Toni” ausgraben wurden. Die Exponate stammen vor allem aus dem Sauriermuseum Aathal bei Zürich, das eine der besten Dinosaurier-Sammlungen Europas durch eigene Grabungen in den Jura-zeitlichen Ablagerungen von Wyoming (USA) zusammengetragen hat. Weitere Leihgeber sind das Sauriermusum Frick, ebenfalls Schweiz, und das Goldfuß-Museum der Universität Bonn. Die Ausstellung wurde ermöglicht durch die Zusammenarbeit mit dem Institut für Geowissenschaften, Abteilung Paläontologie der Uni Bonn und dem Sauriermuseum Aathal, Schweiz. Die Exponate der Ausstellung führen die Besucher zu den Fragen der Wissenschaft: Wie entstand der Gigantismus der Langhalsdinosaurier? Was ermöglichte ihn? Welche Forschungsergebnisse trugen zu den Antworten bei? Wie funktionierte der Organismus dieser größten Landtier? Einige Ergebnisse der Forschungsarbeit unter Leitung der Universität Bonn sind die wissenschaftliche Grundlage der Ausstellung. In einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft acht Jahre lang geförderten Forschungsprojekt wurde gezeigt, dass der Gigantismus der Sauropoden in ihrer einzigartigen Biologie begründet war. Im Museum Koenig ist zu sehen, dass sie eine Lunge wie die heutigen Vögel hatten, dass sie so schnell wachsen konnten wie heutige Säugetiere und dass sie aus erstaunlich kleinen Eiern schlüpften.
  • Veranstaltungen